Propyläen sind monumentale Torbauten, die als repräsentative Eingangsportale zu heiligen, kulturellen oder öffentlichen Stätten dienen. Sie symbolisieren den Übergang zwischen dem Profanen (Weltlichen; Gewöhnlichen; Alltäglichen) und dem Sakralen (Geheiligten; Geistigen; Geweihten; Gesegneten) oder zwischen verschiedenen Bedeutungsräumen. Ursprünglich in der antiken griechischen Architektur entwickelt, verbinden Propyläen Funktionalität mit ästhetischer Erhabenheit und spiegeln häufig den kulturellen und politischen Anspruch einer Gesellschaft wider. Sie sind mehr als bloße Durchgänge; sie stellen eine Schwelle dar, die den Besucher auf eine besondere Erfahrung oder einen bedeutsamen Ort vorbereitet und ihn in eine andere Welt eintreten lässt.